Versengold 26.06.2020 Autokultur Hannover

Nachdem in den vergangenen Monaten die Autokinos wie Pilze aus dem Boden geschossen waren und ich mit „Joker“ und „Zurück in die Zukunft“ auch zwei Abende genossen habe, (Bericht folgt) habe ich bei Facebook einen Eintrag gesehen, dass die Band „Fury in the Slaughterhouse“  ein Autokino Konzert in Ihrer Heimatstadt Hannover spielen wird. Ein kurzer Blick auf die Ticketpreise ließ mich aber von dieser Idee Abstand nehmen. Über 90 Euro finde ich etwas viel, auch wenn der Preis pro Auto gilt, und somit durch 2 geteilt wird, aber Umfragen in meinem Freundeskreis haben schnell gezeigt, dass das Interesse eher gering ausfällt. Und somit traf ich die Entscheidung, dass das Seuchenjahr 2020 für mich ohne ein Sommerkonzert stattfinden wird.

Dieser Entschluß stand auch ein paar Wochen später, als ich entdeckte, dass die Band Versengold auch ein Autokino Konzert in Hannover spielen wollte. Bei der Frage nach dem Fury-Konzert, teilten mir Teile meines Freundeskreises mit, dass für sie so eine Veranstaltung vermutlich keinen Spaß machen würde. Es ist ja nunmal kein „normales“ Konzert bei dem man stehen, tanzen oder pogen kann.

Ich rechnete also damit, auch diese Idee zu begraben, denn für mich alleine „lohnt“ es sich nicht über 70 Euro plus Sprit zu zahlen um eine Band zu sehen, die man hoffentlich nächstes Jahr wieder in Rastede auf dem MPS sieht.

Um so überraschter war ich, als Frau A. ohne zu zögern zusagte und auch sofort die Karten besorgte. Die Entscheidung war gefallen. Auf nach Hannover.

Ebenfalls überrascht war ich von dem Veranstalter, der seine Kartenkäufer vor dem Konzert über die Richtlinien informierte. Wann geht es los? Wo muss man Masken tragen? Gibt es Catering? Diese Fragen wurden im Vorfeld beantwortet. Und sorgten dafür, dass ich die Idee zu hinterfragen begann.

Die Veranstaltung findet auf dem Schützenplatz statt. Einem Platz in der Nähe der City. Ich sorgte mich schon während der Fahrt um die Anfahrt. Wird es zu einem Stau auf den umliegenden Straßen kommen? Denn Einlass ist gut 90 Minuten vor dem Konzert, aber kann man bei einer gut zweistündigen Fahrt, die durch mehrere Baustellen und Staustellen führt es so planen, dass man rechtzeitig genug da ist um weit vorne zu stehen? Und was passiert, wenn man zu früh da ist? Muss man dann im Kreis fahren bis die Tore offen sind?

Laut der Infomail des Veranstalters müssen die Fenster jederzeit zu 80% geschlossen sein. Und das an einem heißen Tag. Immerhin wurden über 30 Grad gemessen und schon bei meinen Besuch im Autokino vor ein paar Wochen, wurde es zu zweit im Auto doch sehr warm. Und Aussteigen ist nur für den Gang auf die Toilette erlaubt. Würde ich überhaupt die Möglichkeit haben meine Frontscheibe von den (Insekten-) Leichen die unseren Weg nach Hannover pflasterten zu reinigen?

Je näher das Konzert rückte, desto mehr Gedanken schossen durch meinen Kopf. Aufgrund des fehlenden Catering beschlossen Frau A. und ich zum einen ein paar Fressalien und auch Getränke in die Kühlbox zu packen, als auch den Plan in Hannover vor dem Konzert noch gut essen zu gehen. Doch erstens kommt es anders, als man zweitens meißtens denkt. Irgendwie hatten wir es verpeilt die Kühlbox vor dem Reisetag zu füllen und durch den Zeitverlust des „Einkaufen am Konzert Tag“ war unser Zeitplan schon gestorben bevor wir überhaupt auf der Autobahn waren. Daher beschlossen wir, dass „gut essen“ gehen, gegen einen Stopp bei den Raubrittern der Autobahn (Autobahn-Raststätte) zu tauschen um zumindest früh genug da zu sein um gute Plätze zu bekommen.

Und eben an dieser Raststätte gab es die nächste Überraschung. Frau A. informierte mich, dass die Band auf Instagramm gepostet hat, dass es zu diesem Konzert auch Merch geben wird. Moment? Kein Essen? Kein Trinken? Fenster müssen zu 80% geschlossen bleiben? Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass es zu diesem Konzert in irgendeiner Form Merch geben würde. Doch dieser Moment war der Auslöser für eine Kettenreaktion, meine Sorgen verflüchtigten sich schlagartig. Kurz nach der Info mit dem Merch machte es pling und mein Handy teilte mir mit, dass ich den von Frau A. eingeräumten Kredit nicht in Anspruch nehmen muss. Mein Lohn war aufm Konto, was dafür sorgte, dass die Info mit dem Merch nun auch für mich relevant wurde.

Nach dieser Pause ging es weiter in Richtung Landeshauptstadt. Frau A. erzählte mir nun auch, warum sie sich so auf das Konzert freut, denn als kleiner Mensch hat sie häufig auf Konzerten das Problem, dass sie fast immer die Rücken der anderen Konzertbesucher ansieht, aber selten die Künstler. Daher hoffte sie auch, dass wir gute Plätze bekommen würden. Unser Zeitplan war zumindest soweit wieder im Lot das wir laut Navi gut 30 Minuten vor Einlass ankommen würden. Und 30 Minuten irgendwo rumcruisen sollte machbar sein, dachte ich mir und dieser Gedanke trug zu meiner Entspannung bei.

Die nächste Überraschung der positiven Art erlebten wir bei der Ankunft. Die Sorge, dass man bei einer verfrühten Ankunft die Zufahrtsstraßen blockiert war vergebens, denn der Platz war zweigeteilt. Auf der einen Hälfte war die Bühne mit viel Platz für die Besucher. Auf der anderen Hälfte war mit Flatterband je zwei Zick Zack Kurse aufgebaut, so dass sich eine Warteschlange ergab und die Autos nicht auf der Straße warten mussten. Also nutze ich die Chance. Ich stieg natürlich mit Maske aus und begann erstmal die Scheibe des Autos zu putzen. Damit löste ich eine Kettenreaktion aus, denn die umliegenden Warteten taten es mir gleich. Es sah aus wie ein Samstag Nachmittag bei einem SB Autowash. Danach vertrat ich mir etwas die Beine und erhaschte einen ersten Blick auf die Bühne:

Ein erster Blick auf die Bühne.

Pünktlich um 18:30 wurden die Besucher auf das Gelände gelassen. Es standen leider schon einige Fahrzeuge vor uns, so dass wir uns doch etwas Sorge wegen der guten Plätze machten. Überall entlang der Einfahrt auf das Gelände standen Einweiser. Diese wiesen den Gästen den Weg zu Ihren Plätzen. Irgendwann wurden wir nach links gewiesen, genau wie der Wagen vor uns. Und als dieser dann ganz nach außen gewunken wurde, kam kurzzeitig die Sorge auf, dass wir zwar relativ weit vorne, aber eben auch sehr weit am Rand stehen würden. „Schade“ dachten wir. Und ich hatte schon die Befürchtung, dass ich die ganze Zeit den Hals nach rechts drehen muss um auf die Bühne zu schauen, denn bei einem Autokino Konzert wird man sich eben nicht in die Mitte drängen können. Was uns nicht aufgefallen war, war die Tatsache, dass der Wagen vorher höher war. Und der vorletzte Einweiser deute plötzlich und für uns unerwartet an, dass wir zur Mitte fahren sollten. Und so bekamen wir doch eine sehr guten Platz.

Unser Blick auf die Bühne.

Nun hieß es, sich die Zeit zu vertreiben bis das Konzert begann. Ich postete das Bild unseres Standplatz bei Facebook und bekam promt eine Reaktion von Frau I. „Ich stehe eine Reihe vor Euch. Ca. 5 Autos weiter rechts. – Ich wusste nicht, daß sie überhaupt da war. Aber ich konnte ja auch nicht hingehen, denn das Auto darf ja nur für die Toilette verlassen werden. Tja und nun dürft Ihr raten wo ich Frau I. getroffen habe?

Nachdem ich wieder am Auto war dauerte es nicht lange bis das Thema Merch wieder akut wurde. Denn plötzlich stand ein junger Mann mit einem Brett vor dem Auto. Ich gehöre ja zu den Menschen, die Merch erst nach dem Konzert kaufen, denn nichts ist ärgerlicher als ein T-Shirt von einem Konzert zu kaufen, welches keine schönen Erinnerungen mit sich trägt. Da ich aber bei Versengold keine großen Sorgen hatte, entschied ich mich, gerade in den aktuellen Zeiten, die Band zu unterstützen und kaufte einen Mund-Nase Schutz und kurze Zeit später auch ein T-Shirt. Unter normalen Umständen hätte ich die Maske nicht gekauft. 15€ sind in meinen Augen etwas viel, aber gerade jetzt soll man ja die Bands unterstützen. Die 25 € für das Shirt gehen aber voll in Ordnung, da es ja nur 4 Konzerte waren und somit die Stückzahl auch sehr gering war.

Da die Corona-Regeln zum Zeitpunkt des Konzertes schon etwas gelockert waren, nahmen es auch die Ordner vor Ort nicht so genau. Die Fenster dürften während des Konzertes offen sein. Nur wenn man die Tür öffnete wurde man sehr freundlich darauf hingewiesen, diese wieder zu schließen. Vermutlich wurde das mit den Fenstern toleriert, weil es ein sehr warmer Sommerabend war. Auf die Maskenpflicht wurde ebenfalls geachtet, aber der Ton des SecurityTeams war immer freundlich. Überhaupt war die Stimmung sehr friedlich und freundlich.

Nachdem man das Autoradio auf die richtige Frequenz eingestellt hatte, hörte man noch ein paar Hinweise. Es wurde unter anderem gebeten nicht zu hupen, da sich in der Nähe ein Krankenhaus befindet. Leider haben sich nicht alle an diese Bitte gehalten, saß mich persönlich etwas gestört hat. Vermutlich aber nur deswegen, weil ich zu feige war. Auf der anderen Seite zeigt dass aber auch, dass die Jungs es geschafft haben, trotz der Einschränkungen den Platz zu rocken.

Das Konzert war eine gute Zusammenstellung von alten und neuen Songs. Man merkte als Zuschauer, dass die Band großen Spaß daran hatte endlich wieder live zu spielen. Auch der Sound aus dem Autoradio war trotz eines Gerätes aus dem Lowprice Bereich sehr gut abgemischt. Und er war synchron zu den großen Videowänden die links und rechts neben der Bühne waren. Nur leider hatten sowohl die Videowalls, als auch der Ton einen Delay zur Bühne. Das fiel während des Konzertes nur deswegen auf, weil man das Schlagzeug von der Bühne leise immer einen Tick eher hörte, bevor der Rhythmus dann aus dem Radio schalte. Das war aber erträglich, bis zu dem Moment als Malte das Publikum per Moderation aufforderte bei dem folgenden Song laut mitzusingen und die Besucher zu einem Stimmungstest aufforderte:

„Ich will das lautete NIEMALS NIE hören das Hannover je erlebt hat. Und zwar immer wenn ich singe VERLIEB DICH NIE, NIE, NIE…“

-Stille-

Erst gut 2 Sekunden später vernahm Malte, dass geforderte „Niemals Nie“ vom Publikum. Dummerweise hat ihn diese Verzögerung so aus dem Konzept gebracht, dass er einen Lachanfall bekam. Nach einer kurzen Besprechung entschied die Band, dass man den Song dann doch „durchspielen“ muss ohne auf die Reaktion des Publikum zu warten. Aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Das Echo der Gäste erfolgte halt etwas später. Statt Applaus bekam die Band Lichthupen, es wurde auf Autodächer geschlagen und bei so manchem Song wurde das eine oder andere Auto einem Stoßdämpfertest unterzogen. Es herrschte überall auf dem Platz eine tolle Stimmung und in jedem Wagen sah man fröhliche Menschen.

Die Band schaffte es trotz der Verzögerung und der allgemeinen Umstände Nähe zu Ihrem Publikum aufzubauen. Bei einem Song verließ die Band der Bühne und stieg auf einen PickUp und fuhr durch die Reihen.

Versengold genießen das Bad in der Menge

Bei anderen Songs ging Malte durch die Reihen, soweit das Funkmikro reichte.

Selfie mit Abstand

Und die Band nutzte auch die Möglichkeit die Fans in den Autos anzusprechen. „Hey VR-GL 266, du rockst ja richtig ab“ klang es von der Bühne als eben jenes Auto sich aufgrund der Fans, die im Auto tanzten sich sehr stark aufgeschaukelt hatte. (Kennzeichen ist fiktiv)

Nach zwei Stunden endete dann das Konzert. Aufgrund der Nähe zum Krankenhauses und der damit verbundenen Auflagen musste um Punkt 22:00 Schluss sein. Schade, aber ich war froh dieses Konzert erlebt zu haben. Es war aufgrund der Umstände sicher ein ungewöhnliches Konzert, aber die Freude am spielen merkte man der Band an und der Funke ist übergesprungen. Ich habe mich selten innerhalb von 2 Stunden so viel im Auto bewegt. Und ich durfte feststellen, dass meine Batterie und meine Stoßdämpfer in Ordnung sind.

Wenn mich jemand fragen würde, ob ich nochmal auf ein Autokino Konzert fahren würde, wäre die Antwort wahrscheinlich Ja. Es hat Vorteile so ein Konzert zu besuchen. Man ist dabei und ist trotzdem in seiner Komfortzone. Kein Gedränge, kein Geschubse. Man hat immer einen guten Blick zur Bühne. Keiner drängelt sich vor. Man bekommt keine Bierduschen ab. Wenn die Begleitung einem etwas mitteilen möchte, dann muss diese einem nicht ins Ohr schreien, sondern kann kurz das Radio leiser stellen. Und man muss das laute und schiefe Mitsingen nur von einer Person ertragen und ich bglaube selbst da musste Frau A. mehr leiden als ich. Aber ich glaube, dass so ein Konzert nicht mit jeder Band funktioniert. Die Band muss schon eine besondere Nähe zu Ihrem Publikum haben. Und genau das hat Versengold bewiesen.

Zum Schluss bleibt mir nur Danke zu sagen. Danke an Frau A. für die nette Begleitung, danke an den Veranstalter und die Security, die Platzanweiser für die tolle Orga und die Freundlichkeit. Danke an die Crew. Und vorallem Danke Versengold.

Und hier noch ein Video der Band zu dem Konzert: https://youtu.be/EMnCWFpG3mghttps://youtu.be/EMnCWFpG3mg

Boning und Hoëcker Fragen – 19.01.2020 Oldenburg PFL

Die ganz großem erkennt man an Ihrer Spontanität. Und heute traten im PFL zwei der ganz großen auf. Bernhard Hoëcker und Wigald Boning waren mit Ihrem Programm Frage zu Gast

Obwohl von einem Programm kann man hier nicht sprechen, denn die beiden hatten sich zum Ziel gesetzt die Fragen des Publikum ein für alle mal zu beantworten. Es gab also kein Programm, keine vorbereiteten Texte, sondern es war Improcomedy vom feinsten.

Ich stelle es mir schwer vor einfach vor ein Publikum zu treten und loszulegen. Aber genau das haben die beiden gemacht. Und ich habe selten so gelacht, wie an diesem Abend. Die Fragen konnten vorab auf eine Karte geschrieben werden oder per Meldung (mit Schnippsen, wegen des Gegenlichtes) gestellt werden.

„Warum ist die Banane krumm?“ wurde dabei genau so beantwortet, wie die Frage „Was ist Cenosillicaphobie?“ Und den Zuschauern wurde auch aufgezeigt, wie leicht man z.B. auch Wikipedia manipulieren kann.

HoëckerAlles in allem war es ein sehr lustiger Abend. Hoëcker kennt den Unterschied zwischen Kochwurst und Pinkel und Boning hat eine alte Musiklehrerin getroffen. Es war ja auch sein Heimspiel, so dass es auch viele lokale Anspielungen gab. Auch wenn Hoëcker verwundert war, warum Kühe in Oldenburg keine Zähne haben.

Das Fazit? Gerne wieder. Die beiden auf einer Bühne sind immer ein Highlight, also wenn sich mal die Chance ergibt, dann nutzt die Chance.

Besuch im Heide Park

Am Wochenende war die lang ersehnte Eröffnung des Heide Park in Soltau. Geplant war es zum Opening Tag, also am Samstag hinzufahren. Aber da eine Freundin am Samstag arbeiten musste, haben wir uns spontan entschieden erst am Sonntag zu fahren.

Eine kluge Entscheidung, denn es war nicht viel los, trotz des traumhaften Wetters. Während sich Samstag, laut App lange Warteschlangen bildeten, war es Sonntag ruhiger.

Entgegen der üblichen Tradition einen Tag mit dem Big Loop zu verbringen, entschieden wir uns die Krake als Startbahn zu nehmen.

Zum ersten Mal hatte ich mein neues Huawei P30 Pro mit dabei um die Kamera zu testen.

Mit der Qualität, bin ich mehr als zufrieden. Hier sieht man ein Bild, von der Krake. Danach ging es dann zum Big Loop.

Danach ging es in langsam und gemütlich in Richtung Dessert Race.

Als plötzlich ein dunkles Grollen gefolgt von einem Zischen zu hören war. Und diese Geräusche kamen aus Richtung des Collosos. Der Holzachterbahn, die in den letzten Jahren renoviert wurde und die jetzt kurz vor der Neueröffnung steht. Und die Geräusche kamen von einem neuen Aufbau entlang der Strecke. Einem feuerspeienden Dämonen.

Als Fan dieser Bahn hatte ich nur wegen dieser Momentaufnahme Gänsehaut und ich freue mich schon auf den Tag, an dem Collosos endlich wieder fährt und die Besucherschreie durch den Park hallen.

Hier ein kleines Video vom dem Dämonen während einer Testfahrt.

Nach dem wir auf der Colossos Terrasse ein kleines Picknick machten ging es weiter durch den Park. Dabei wurden aber eher ruhiger Fahrten gewählt. Daher schließe ich diesen Artikel mit ein paar Fotos. Aber nicht ohne mich bei Miri und Anna zu bedanken für die nette Begleitung.

Erstauflage, Signiert und ohne Widmung.

Das ich seit einigen Tagen meine Leselust wieder gefunden habe, darüber habe ich ja schon berichtet. Und seit Dienstag bin ich nun auch stolzer Besitzer einer Erstauflage, mit Autogramm des Autors und das auch noch ohne Widmung. Vielleicht ist das meine Altersvorsorge.

Autogramm von Bela B.
Autogramm Bela B.

Altersvorsorge ist in diesem Zusammenhang auch ein gutes Stichwort, denn dieses war neben dem DDR Unrechtsregiem (speziell im Sport) eines der Themen von Markus Lanz. Nun kann man davon ausgehen, dass ich nicht wegen dieser beiden Themen die Sendung gesehen hätte, aber es war auch Bela B. zu Gast. Und da Anna einer der größten Fans der besten Band der Welt ist, haben wir uns entschlossen uns gemeinsam auf den Weg zu machen.

Leider waren wir aufgrund eines Stau in Bremen nicht rechtzeitig im Sutdio, so das nur die billigen Plätze für uns über blieben.

Studio Markus Lanz mit Anna und Matti markiert

Aber trotz der „billigen“ Plätze war es ein schöner Abend. Anna hat sogar ein Foto mit Bela. Und ich freue mich, dass ich nun das Buch mit einem original Autogramm habe. Auch wenn die Reaktion auf Twitter und bei Facebook eher neidischer Natur waren.

Pokémon go

Über das Spiel wurde in den letzten Monaten sehr viel berichtet. Und nun ist es in Teilen der Welt auch angekommen. Leider noch nicht in Deutschland, aber mit ein paar kleinen Umwegen kann man das Spiel jetzt schon spielen. 

Und ich habe eben mein erstes Pokémon gefangen. Ein Bisasam stand plötzlich vor meinem Haus. Und dank ein paar Pokébällen, die man zu Beginn geschenkt bekommt, bin ich nun stolzer Besitzer. 

Ich berichte weiter, wenn ich meine Sammlung vergrößert habe. 

Is mir schlecht – Arschkrampen live bei Gertrud.

Jeder der seine Jugend in den 90’er Jahren in Niedersachsen verbracht hat, kennt Sie. Die Arschkrampen. Denn damals sendete radio ffn jeden Sonntag das Frühstyxradio. Und schon damals freute man sich wenn es aus dem Rundfunkempfängern schallte: “Arschkrampen Zeit“.
Denn jeder Hörer wusste, dass es in den nächsten 5 Minuten um das Leben der beiden Anti-Helden Kurt und Gürgen gehen würde.

Unter dem Einfluss bizarrer alkoholhaltiger Getränke (Bier mit Tzatziki) philosophieren die beiden über Ihre Erlebnisse.

Viele der Begriffe die die beiden verwendeten, gingen damals in den alltäglichen Sprachgebrauch über.
Göbelmaterie, Brägen wegflexen und Brettermeier gehörten damals zum Sprachgebrauch.

Gut 25 Jahre später:
In der ausverkauften Stadthalle in Cloppenburg kamen viele Enddreißiger bis Mitvierzieger zusammen, um die Helden ihrer Jugend noch einmal live zu erleben.

Oliver Kalkofe und Dietmar Wischmeyer lasen „Die Arschkrampen“.

Der Abend begann mit einem Rückblick auf die Anfänge der Serie. Die Besucher erfuhren,  dass die Serie aufgrund einer Beobachtung Wischmeyers entstanden war.

Kalkofe und Wischmeyer erzählten dabei die Anekdoten zur Serie als Sie selbst. Nur wenn die beiden Texte darboten, setzten sie ein kleinen optischen Akzent, in dem sich die beiden die jeweilige Kopfbedeckung aufsetzten.

Menschen, denen der Arschkrampen-Kosmos unbekannt war, hatten so die Möglichkeit die Serie und ihre Nebenfiguren kennen zu lernen.

Für die vielen Hardcorefans war dieser Teil des Abends die Möglichkeit in alten Erinnerungen zu schwelgen.

Die 20 minütige Pause nutzten die beiden Künstler zum umziehen, denn den Rest des Abends waren Kurt und Gürgen auf der Bühne um den Fans neuere Texte zu präsentieren.

image

Ein wirklich wunderschöner Abend endete mit einer Autogrammstunde bei denen sich die Besucher die erworbenen oder mitgebrachten Devotinalien signieren lassen konnten.

Allen Fans und neugirigen Lesern, die diesen Abend nicht mit Erleben durften, sei an dieser Stelle das neue Werk der Arschkrampen ans Herz gelegt.

Arschkrampen –  Bei Gertrud
gibt es auch als Arschkrampen-Box
zu beziehen über www.fsr-shop.de

Frühstyxradio – Der Rückblick

Wenn man sich heutzutage die Medienlandschaft und speziell die Radiolandschaft ansieht, stellt man fest das viele erfolgreiche Sender ein fast identisches Programm ausstrahlen. Es gibt kaum noch Sendungen die man gezielt einschaltet.
Das war vor 20 Jahren noch etwas anders, zumindest gab es eine Sendung die es geschafft hat hunderte Hörer dazu zu bringen an einem kalten Sonntag Vormittag vor das Funkhaus zu kommen und die letzte Sendung zu beerdigen.
Am 31. März 1996 lief die letzte Sendung und damals konnte noch keine ahnen, dass mit dieser letzten Sendung noch lange nicht „Schluss mit lustig“  ist.
Die Autoren und Sprecher des Frühstyxradio gingen zwar teilweise getrennte Wege, aber immer wieder gab es Tourneen mit einem, mehreren oder allen Künstlern. Und diese wurden oft mitgefilmt. Einiges davon ist auf DVD erschienen, aber viele Aufnahmen waren bis heute unveröffentlicht.

Und aus diesen unveröffentlichten Aufnahmen hat Frühstyxradio Fan Nico Ostermann einen Film produziert, welcher am 02. April im Berliner Babylon Kino seine Weltpremiere feierte.

image

Schon beim Einlass würde der Besucher von einer musikalischen Einlage der besonderen Art begrüßt, denn das Babylon ist das Kino das als einziges noch eine Kinoorgel besitzt. Danach gab es einige einführende Worte von Nico und Sabine Bulthaup, die einzige der Frühstyxradio Macher die ziehen war. Asso Richter meldete sich mit einem Videoclip und Oliver Kalkofe war leider kurzfristig erkrankt. Daher fiel das Staraufgebot an diesem Abend kleiner als erhofft aus.
Doch alleine der Film belohnt die weite Anreise nach Berlin. Zweieinhalb Stunden kurzweilige Unterhaltung. Ein wahres Best of der vergangenen Jahre. Und dabei traten nicht nur die großen Figuren des Frühstyxradio, wie Frieda und Anneliese, Günther, Onkel Hotte in den Vordergrund, sondern auch Erinnerungen an die Nebenserien wie Herr Radioven, Bad Oeyenhausen Cops oder „Verkorkst, Vergeigt, Vergessen“ wurden geweckt.
Eine sehr bizarre Stimmung gab es als an die verstorbenen erinnert wurde, speziell an Achim Mentzel, der kürzlich verstorben war. Zumindest ich konnte mich nicht entscheiden ob ich lachen oder weinen sollte.

Alles in allem ein wunderschöner Film, bei dem sowohl die Hardcore Fans, als auch komplette Neulinge Ihre Freude hatten.
Danke an Nico und seine Crew für einen wunderschönen Abend.

Ja mir san min Radl da.

Seit dem Du nen Auto hast, bist Du fett geworden

Solche Sprüche habe ich in den letzten 2 Jahren immer wieder gehört. Und die Verfasser dieser Zeilen haben Recht. Also habe ich mir vor gut 10 Tagen ein neues Fahrrad gekauft. Es ist zwar kein Highend Rad, aber für meine Zwecke sollte es reichen.

Und so habe ich heute seit einer gefühlten Ewigkeit eine Cachingtour per Pedes unternommen.

Und ich bin nicht nur dick, sondern auch unsportlich geworden. Heute waren es nur 10 bis 15 Kilometer und ich habe kapituliert. 

Ich spüre Muskeln von denen ich nicht wusste, dass ich die habe. Alles tut mir weh. Aber das heißt für mich nur, dass ich dringend trainieren muss, damit ich bald wieder flotter unterwegs bin.

Also wird es hier bald auch Berichte zum Radfahren geben.