Literaturkritik: Quatschkopf Hans.

Wer mein Blog regelmäßig liest, der weiß, das ich aktuell Scharnow von Bela B. lese, aber heute lag in der Post ein weiteres Erstlingswerk einer jungen Autorin.

Quatschkopf Hans. Ein Kinderbuch…

Durch meine Zeit im Kindergarten, weiß ich, das ein Kinderbuch zumindest in pädagogischer Sicht immer auch etwas lehrreiches haben soll. Aus der Raupe Nimmersatt wird zum Beispiel irgendwann ein schöner Schmetterling. Zumindest haben viele Kinderbücher eines gemeinsam, am Ende wird alles Gut. Und in der Regel sind die kurzen Geschichten in sich abgeschlossen.

Bei Quatschkopf Hans ist es anders. Die Geschichte handelt von Hans, einem Typen der aufgrund seiner Tolpatschigkeit anderen Menschen, aber auch sich selbst schadet. Entweder fährt er zu früh mit seinem Auto los. So das die Mitfahrer aus dem Auto fallen. Oder er nervt sein Umfeld damit, dass er ständig mit blankem Pöter herrum läuft. Oder er ertrinkt beim Versuch Menschen aus dem Wasser zu retten.

Wer jetzt erwartet, dass moralische Belehrungen folgen, der irrt, denn die Polizei, die ihn wegen seiner Fahrten ohne Führerschein verfolgt, die kapituliert. Er wird selbst Bademeister, obwohl er nicht schwimmen kann. Diese Buch ist frei von dem moralischen Zeigefinger.

Hans ist häufig in Lebensgefahr, aber auch dieses wird nicht extrem thematisiert. Irgendwie schafft er es immer aus diesen Situationen herraus zu kommen. Man könnte vermuten, dass Hans den Nachnamen „im Glück“ trägt.

Hans ist eine Figur, die über sein Handeln nicht nachdenkt, sonder einfach macht, weil es Spaß macht. Selbst Pippi Langstrumpf geht überlegter an Situationen ran. Hans tut dieses nicht. Aber ähnlich wie Astrid Lindgrens Figur, wirkt Hans sympatisch. Das soziale Umfeld ist zwar ab und zu genervt, aber hält immer zu Ihm. Selbst wenn er spontan heiratet, obwohl er dieses schon mehrfach (natürlich ohne Scheidung) getan hat. Und auch das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass moralische Werte über Bord geworfen werden.

Erst beim Nachwort schließt sich der Kreis, denn Hans ist in Wirklichkeit nur ein Ken. Eine Plastikpuppe aus dem Barbie-Universum. Dieser erwacht zum Leben, wenn die 5jährige Bisitzerin Besuch von ihrer Tante bekommt. Dann spielen die beiden gemeinsam mit Ken ohne Belehrungen und Moral. Es wird einfach Quatsch gemacht. Und man kann förmlich das Lachen der beiden aus dem Kinderzimmer hören.

Und dieses Buch wurde von der Autorin für Ihre Nichte geschrieben. Damit die kleine Erinnerungen hat, wenn Tante Gesa eben nicht zu Besuch ist. Es ist kein Buch mit großer Auflage, sondern nur ein kleines Geschenk für die Nichte. Ein Dokument einer unbeschwerten Kindheit. Jeder Leser, der ein bißchen Kind geblieben ist, wird sich hoffentlich an seine unbeschwerten Momente erinnern und vielleicht ein bißchen neidisch sein, dass er oder sie nicht auch so eine coole Tante Gesa hatte.

Mein Dank gilt der Autorin, dass ich für einen kurzen Moment an der offensichtlich schönen Beziehung zu Ihrer Nichte teilhaben durfte.

Zum Schluss sollte ich noch erwähnen, dass diese Buch nicht im Handel erschienen ist, sondern nur in einer Kleinstauflage an Freunde verkauft wurde. Aber so liebevoll wie es gestaltet wurde, mit handgemalten Bildern von der Autorin, sollte es mehr von solchen Büchern geben.

Erstauflage, Signiert und ohne Widmung.

Das ich seit einigen Tagen meine Leselust wieder gefunden habe, darüber habe ich ja schon berichtet. Und seit Dienstag bin ich nun auch stolzer Besitzer einer Erstauflage, mit Autogramm des Autors und das auch noch ohne Widmung. Vielleicht ist das meine Altersvorsorge.

Autogramm von Bela B.
Autogramm Bela B.

Altersvorsorge ist in diesem Zusammenhang auch ein gutes Stichwort, denn dieses war neben dem DDR Unrechtsregiem (speziell im Sport) eines der Themen von Markus Lanz. Nun kann man davon ausgehen, dass ich nicht wegen dieser beiden Themen die Sendung gesehen hätte, aber es war auch Bela B. zu Gast. Und da Anna einer der größten Fans der besten Band der Welt ist, haben wir uns entschlossen uns gemeinsam auf den Weg zu machen.

Leider waren wir aufgrund eines Stau in Bremen nicht rechtzeitig im Sutdio, so das nur die billigen Plätze für uns über blieben.

Studio Markus Lanz mit Anna und Matti markiert

Aber trotz der „billigen“ Plätze war es ein schöner Abend. Anna hat sogar ein Foto mit Bela. Und ich freue mich, dass ich nun das Buch mit einem original Autogramm habe. Auch wenn die Reaktion auf Twitter und bei Facebook eher neidischer Natur waren.

Leselust

Ich bin in den letzten Wochen Monaten Jahren nicht zum Lesen gekommen. Das letzte Buch was ich gelesen habe, war Mara und der Feuerbringer von Tommy Krappweis. Und das laß ich schon vor dem Kinofilm der 2015 in die Kinos kam.

Eigentlich wollte ich seit dem immer mal wieder in literarische Welten abtauchem, doch immer kam etwas dazwischen. Pokemon Go, Geocaching, Freunde oder der Mangel an einem richtig guten Buch.

Der letzte Grund scheint sich aber seit heute morgen erledigt zu haben, denn seit heute morgen gibt es ein Buch, das mich mit den ersten Zeilen schon gepackt hat.

Und das obwohl es sich um das Erstlingswerk des Autors handelt. Man muss jedoch fairerweise sagen, dass diese Autor kein Unbekanter ist. Er hat einen Namen, den man aber aus anderen Bereichen kennt.

Der Name des Autors schwebt also über dem Werk. Ich frage mich natürlich, ob es dem Werk gegenüber gerecht wird.

Aber ich habe Vertrauen. Daher habe ich mir im Amazonas das Buch, das Hörbuch und das eBook gekauft.

Das eBook war heute morgen das erste was ich in der Hand hatte. Und so konnte ich mich vor dem ersten Kaffee und der Dusche schonmal durch das Personenverzeichnis lesen. Und alleine das zeigte mir, dass ich die richtige Entscheidung gefällt habe.

Während ich duschen war, habe ich mir das Hörbuch runter geladen und somit konnte ich auch auf der Fahrt zur Arbeit „weiterlesen“.

Auf der Arbeit konnte ich leider nicht der neu entdeckten Leselust frönen. Aber mein Kindle wurde in der Pause verliehen, denn auch andere sind an diesem Buch interessiert.

Auch auf der Rückfahrt von der Arbeit gab es wieder das „akustische“ Lesen.

Und nun habe ich das erste Kapitel durch und bin verwirrt. Aber genau das hatte ich erwartet. Denn schließlich ist der Autor ein Freund von schlechten Filmen, Musiker, Punk und Arzt. Bela B. Felsenheimer.

Und wenn ich mit Scharnow durch bin, werde ich hier natürlich berichten, wie hoch der Verwirrungsgrad ist.

Bis dahin frage ich Euch ob Ihr euch B schonmal so auf ein Buch gefreut habt? Welches war es? Und was würdet ihr mir als nächstes Buch empfehlen?

Da kotzt das Autorenteam

Eine der wenig guten Facebook-Gruppen in die ich täglich rein schaue heißt: „Da kotzt das Texterherz“ In dieser geschlossenen Gruppe werden täglich Verbrechen an der deutschen Sprache gepostet und auch diskutiert. Doch seit heute herrscht eine Unruhe in der Gruppe, denn morgen erscheint ein gleichnamiges Buch. Es gibt in dieser Gruppe zwar (extern) verlinkte AGB, aber es wird bezweifelt ob diese so gelten. Obwohl das Buch erst morgen erscheint, sammeln sich jetzt schon die negativen Bewertungen bei Amazon.Ein Shitstorm as its best, rollt über diese Seite.

Und auch Carsten erwähnt mit sarkastischem Unterton diese tolle Geschäftsidee.

Da ich in dieser Gruppe auch aktiv bin, habe ich beim Verlag erstmal ein Belegexemplar angefordert, vielleicht bin ich Autor und weiß nichts davon.

Fortsetzung folgt.

J.B.O. Biographie des Blödsinns

Wenn man Fan der Band J.B.O. ist, dann hat man es im Vergleich zu anderen Bands relativ gut. Es gibt eine sehr informative Homepage auf der man sich über die Werke, die Tourneen und den neuesten Klatsch und Tratsch informieren kann. Und wenn man mit anderen Fans kommunizieren möchte, bietet die Band natürlich auch eine Lösung an.

Doch ab und zu brennen einem die Augen von dem künstlichen Licht, der Akku des iPhones ist leer oder es ist um verrecken keine Internetverbindung verfügbar. Und oft genug möchte man sich in genau diesen Momenten über diese Band informieren.

Da J.B.O. der Zeit immer einen Schritt vorraus waren, haben sich die Jungs der Band auch über dieses Problem Ihre Gedanken gemacht und haben Ihren Webmaster Carsten Dobschat beauftragt eine Lösung zu finden. Da diese jedoch auch wissenschaftlich betrachtet werden sollte wurde Frau Dr. Andrea Jaeckel-Dobschat mit ins Boot geholt. Nach gut einem Jahr wurde eine Lösung erarbeitet und seit ein paar Wochen gibt es diese im Handel:

Blösinnige Und Chronologische Hintergrundinfos.

Zugegeben ein etwas sperriger Name für ein neues Produkt und so entschieden sich die Macher eine Abkürung zu finden und deswegen erscheint dieses Werk unter dem Namen BUCH:

Nun kann man sich also jederzeit über die Band informieren. Und das sogar ausführlich, denn in diesem Buch steht wirklich alles. Von den Anfängen beim Erlanger Newcomerfestival im Jahr 1989 bis zum Ende der Killertour 2011, die vor ein paar Tagen erst zu Ende gegangen ist.

Dieses Buch ist ein Muss für alle J.B.O. Fans, aber auch die Nichtfans oder Kritiker sollten ein Blick in dieses Buch werfen, denn man erfährt nicht nur viel über die Band, sondern bekommt auch so manchen Einblick in die Musikbrance. Und auch praktische Lebenstipps werden gegeben. Zum Beispiel warum es sich lohnt immer weiter zu machen, auch wenn man nicht weiss wie.

Das Buch ist relativ einfach geschrieben. Es finden kaum Zeitsprünge statt, sondern die Gesichte der Band wird chronologisch erzähl. Auch wenn die Autoren ab und zu einen kleinen Blick in die Zukunft werfen und dabei einen Spannungsbogen herstellen.

Zum Beispiel erfährt man wie man an einen Major Deal kommt, warum das Managment eines Künstlers oft schlimmer ist, als die Band oder auch was man beachten sollte, wenn man einen Song covern will. Das Buch zeigt einem aber auch auf, das man nicht alles planen kann, sondern manchmal einfach Dinge geschehen, die man auch geschehen lassen sollte.

Wenn man wie ich ein langjähriger Fan ist, dann wird man an viele Dinge erinnert, die man schon etwas verdrängt hatte. So habe ich mich an ein Konzert erinnert bei dem Vito C. von Hans vertreten wurde. Ich hatte den Rollerunfall schon vergessen, obwohl ich damals diese Info auf der Homepage der Band gelesen hatte.

Abgerundet wird das Buch duch viele Abbildungen. So ist auch das Libretto des ersten Auftritts abgedruckt. Leider sind die Fotos nur in schwarz-weiss vorhanden, was bei einer rosafarbenen Band etwas schade ist. Aber wahrscheinlich würde dieses Buch deutlich teurer sein, wenn es in Farbe gedruckt wäre.

So bekommt man für günstige 18,90 € bekommt man 207 Seiten voller Infos: Soweit rekonstruierbar, die gesammte Geschichte der Band. Eine Übersicht über alle Veröffentlichungen und eine Liste aller J.B.O. Konzerte.

Wer also schon immer wissen wollte, wie der Text von „Ein guter Tag zum sterben“ ursprünglich lautet und warum auch die Medien Schuld sind, warum der Text heute anders lautet. Oder wer wissen möchte, warum Gallensteine schmerzhaft sind. Der sollte sich dieses Buch kaufen und lesen. Vielleicht erfährt man dann auch warum der Song „Gänseblümchen“ eben nicht jugendgefährdent ist, sonder eher Kunst.

Zum Schluss noch eine kleine private Anmerkung. Es lohnt sich wenn man sich das Buch wärend eines Konzertes kauft, denn dann kann man die Autoren nötigen das Buch zu unterschreiben. Und wenn man schon lange Fan ist und die beiden auch kennt, dann kann man Ihnen auch eine Widmung abnötigen:

Wenn sich jetzt der eine oder andere Leser wundert: Der Autor dieses Textes hat sich im J.B.O.-Forum ursprünglich als kalkman angemeldet. Daher die Widmung für Kalki. Und ganz untern steht „kein NKS“. NKS ist der Nachkommarsatz mit dem man in einem Forum auch eine Offtopic-Info absetzen kann. Also zum Beispiel:

Gruss

Der Autor, so genug privates Geplänkel.

 

 

Das Buch bekommt man im gut sortierten Handel oder bei den üblichen Onlineshops. Es gibt auch eine Homepage zu dieser Biographie.

Oder man macht es wie ich und kauft sich das Buch auf einem Konzert der Band. Jedoch muss ich an dieser Stelle eine Warnung aussprechen, denn es kann passieren, dass man nach dem Konzert total fertig aussieht, wie das Foto beweisst, das die Autorin netterweise geschossen hat:

 

 

 

Nachtschicht-Langweile

Heute habe ich wie bereits erwähnt meine erste Nachtschicht im Call Center. Und ich hätte nie gedacht das so wenig los ist.

Ich könnte die Zeit ja nutzen und ein bißchen Bloggen, aber leider habe ich das Programmheft der Otto-Veranstaltung nicht zur Hand und ich möchte den hohen Ansprüchen doch gerecht werden.

Gestern sind nämlich viele Besucher via Google wegen des Otto Auftritts hier aufgeschlagen und viele warten sicher auf den zweiten Teil. Ich denke das ich den heute im Laufe des Tages dazu kommen werde Ihn zu schreiben.

Nur leider hilft mir das in meiner jetzigen Situation nicht. Die totale Langeweile ist ausgebrochen. Als Notiz an mich selbst, kann ich nur hinterlassen: Junge nimm Dir ein gutes Buch mit 😉

Mal sehen wie die Nacht noch wird. Aber die 150 Minuten bekomme ich auch noch rum.