25 Jahre im Ohr (2)

November 1986. Die „neuen“ Frequenzen oberhalb der 100 MHz sind vergeben und wärend man in Schleswig-Holstein schon dem Privatfunk lauschen kann, steht man in Niedersachsen noch in Startlöchern. Aber auch in Bremen laufen die Vorbereitungen auf einen Sendestart. Nachdem Radio Bremen den Zuschlag für die beiden Frequenzen 101,2 MHz in Bremen und 100,8 MHz in Bremerhaven bekommen hat, gilt es ein neues Programm aus dem Boden zu stampfen.

Nur leider gibt es ein kleines Problem, denn Radio Bremen ist als kleinste ARD Anstalt ziemlich klamm und deswegen entscheidet man sich dafür eine Jugendwelle aus dem Boden zu stampfen, wo die Moderatoren selbst das Pult bedienen und die Sendung selbst fahren. Es sollte die erste Welle sein, die eine junge Zielgruppe anspricht. In der damaligen Rundfunklandschaft ein Novum.

Allgemein herrscht zu dieser Zeit eine Aufbruchstimmung in der Radiowelt. Denn Privatfunk gab es in Bremen und umzu noch nicht. Aber die private Konkurenz steht in den Startlöchern. Um die jugendlichen Hörer an sich zu binden, gerade im Hinblick auf die Werbekunden entschied man sich, das man gut einen Monat vor der privaten Konkurenz mit der Sendung startet.

Damit das neue Programm auch von Beginn an gehört wird, läuft der Bremen Vier Rap nicht nur auf den beiden Frequenzen sondern auch jeden Abend im Regionalprogramm vor der beliebten Nachrichtensendung Buten und Binnen.

Ab Dezember geht´s los auf Bremen Vier,

soll´s auch bei Euch los geh´n müßt Ihr am Radio drehn.

Auf hundert eins komma zwei, ist ganz Bremen dabei,

der Bremerhavner macht seins auf hundert komma acht.

Dieser Rap wurde von vielen zukünftigen Moderatoren gesungen und war auch von der Melodie her sehr einprägsam. Ich habe diesen Trailler geliebt. Damals im zarten Alter von 8 Jahren konnte ich noch nicht erahnen wie sehr mich dieses Programm später prägen wird.

Hier kann man sich den Rap anhören.

 

 

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