Frühstyxradio – Der Rückblick

Wenn man sich heutzutage die Medienlandschaft und speziell die Radiolandschaft ansieht, stellt man fest das viele erfolgreiche Sender ein fast identisches Programm ausstrahlen. Es gibt kaum noch Sendungen die man gezielt einschaltet.
Das war vor 20 Jahren noch etwas anders, zumindest gab es eine Sendung die es geschafft hat hunderte Hörer dazu zu bringen an einem kalten Sonntag Vormittag vor das Funkhaus zu kommen und die letzte Sendung zu beerdigen.
Am 31. März 1996 lief die letzte Sendung und damals konnte noch keine ahnen, dass mit dieser letzten Sendung noch lange nicht „Schluss mit lustig“  ist.
Die Autoren und Sprecher des Frühstyxradio gingen zwar teilweise getrennte Wege, aber immer wieder gab es Tourneen mit einem, mehreren oder allen Künstlern. Und diese wurden oft mitgefilmt. Einiges davon ist auf DVD erschienen, aber viele Aufnahmen waren bis heute unveröffentlicht.

Und aus diesen unveröffentlichten Aufnahmen hat Frühstyxradio Fan Nico Ostermann einen Film produziert, welcher am 02. April im Berliner Babylon Kino seine Weltpremiere feierte.

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Schon beim Einlass würde der Besucher von einer musikalischen Einlage der besonderen Art begrüßt, denn das Babylon ist das Kino das als einziges noch eine Kinoorgel besitzt. Danach gab es einige einführende Worte von Nico und Sabine Bulthaup, die einzige der Frühstyxradio Macher die ziehen war. Asso Richter meldete sich mit einem Videoclip und Oliver Kalkofe war leider kurzfristig erkrankt. Daher fiel das Staraufgebot an diesem Abend kleiner als erhofft aus.
Doch alleine der Film belohnt die weite Anreise nach Berlin. Zweieinhalb Stunden kurzweilige Unterhaltung. Ein wahres Best of der vergangenen Jahre. Und dabei traten nicht nur die großen Figuren des Frühstyxradio, wie Frieda und Anneliese, Günther, Onkel Hotte in den Vordergrund, sondern auch Erinnerungen an die Nebenserien wie Herr Radioven, Bad Oeyenhausen Cops oder „Verkorkst, Vergeigt, Vergessen“ wurden geweckt.
Eine sehr bizarre Stimmung gab es als an die verstorbenen erinnert wurde, speziell an Achim Mentzel, der kürzlich verstorben war. Zumindest ich konnte mich nicht entscheiden ob ich lachen oder weinen sollte.

Alles in allem ein wunderschöner Film, bei dem sowohl die Hardcore Fans, als auch komplette Neulinge Ihre Freude hatten.
Danke an Nico und seine Crew für einen wunderschönen Abend.

Sonntag wieder Frühstyxradio

Der Sonntag hat wieder einen Sinn. Denn die erfolgreiche Radiocomedy Frühstyxradio wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Daher gibt es jeden Sonntag von 10:00 bis 12:00 Uhr auf ffncomedy eine Folge Frühstyxradio. Gesendet werden die alten Folgen, die damals auf Radio Fritz gelaufen sind.

Zusätzlich gibt es für diesen Sonntag noch eine weitere Sendung auf radio ffn. Denn zur Landtagswahl melden sich Raner und der ffn-Wulff. Aktuelle Hochrechnungen gibt es von Günther dem Treckerfahrer.

Also ich weiß was ich am Sonntag mache. Und Ihr?

Mein Sonntag hat wieder einen Sinn

In diesem Jahr feiert das Frühstyxradio seinen 25. Geburtstag und sendet deswegen jede Woche eine Archivsendung auf ffncomedy. Also die nächsten 52 Wochen werde ich zwischen 10:00 und 12:00 Uhr nicht erreichbar sein. Denn Kalkofe, Wischmeyer, Bulthaup, Liebold, Welke, Richter und die anderen Kaputten gehen nunmal vor.

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25 Jahre im Ohr (1) – Die Vorgeschichte

In dieser Serie soll es ja um meine Erlebnisse mit Radio Bremen Vier und Radio ffn gehen. Da ich aber sehr medieninteressiert bin, gehört für mich mehr dazu, als nur zu schreiben „dann und dann war ich auf der Party von Radio xyz“. Gleichzeitig befürchte ich jedoch, meine Leser zu langweilen, wenn ich zu sehr in die Rundfunkgeschichte eindringe. Daher versuche ich in diesem Eintrag kurz anzzreißen, warum ich glaube, dass es Radio Bremen Vier und radio ffn aus medienrechtlichen Gründen gibt.

Da ich 1978 auf die Welt gekommen bin, habe ich natürlich keine eigenen Erinnerungen daran, aber ich weiß das in dieser Zeit die Weichen für einen großen Umbruch in der deutschen Rundfunklandschaft gestellt wurden. Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Schleswig-Holstein kündigten den NDR Staatsvertrag auf, weil Sie meinten, dass Hamburg im Programm des NDR zu stark vertreten ist und Ihre Länder zu kurz kämen. Nach langen zähen Verhandlungen einigten sich die drei Länder auf einen neuen Staatsvertrag. Mit diesem Vertrag wurde auch festgelegt, dass sich private Radioanbieter um eine Lizens bewerben dürfen. Und so startete am 1. Juli 1986 der erste Private Radiosender in Deutschland. Radio Schleswig-Holstein ging um 12:00 Uhr auf Sendung.

Vor diesem Start musste im Frequenzband jedoch „Platz“ für die neuen Anbieter geschaffen werden. Und deswegen wurden in Deutschland die Frequenzen von 100 bis 108 Mhz freigegeben und ausgeschrieben. Die Frequenzen wurden in einem Wellenplan festgelegt und jedes Bundesland hatte Anspruch auf eine gewisse Anzahl Frequenzen. Niedersachsen nuzte die Frequenzen für radio ffn. Im Bremer Mediengesetz gab es damals nicht die Möglichkeit eines Privatradios. Damit die Frequenzen nicht an andere Bundesländer verfallen, bewarb sich der Öffentlich Rechtliche Sender Radio Bremen um ein viertes Programm aufzubauen.

Mehr dazu gibt es im nächsten Teil von „25 Jahre im Ohr“

Seit 25 Jahren in (meinen) Ohren

Das Radio ist ein Medium mit einer spannenden Geschichte.  Zur Gründerzeit war der Emfang der wenigen Stationen eine technische Herrausforderung. Man könnte sagen, dass damals sowohl auf der Sender- als auch auf der Hörerseite nur Nerds das Medium Radio nutzten. Ein paar Jahre später zu Zeiten des dritten Reiches wurde dieses junge Medium als Propagandamittel mißbraucht und verlor dadurch seine Unschuld. In der Nachkriegszeit organisierten die Aliierten den Rundfunk neu und gaben es in die Hände von Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten. Und so blieb es fast für eine lange Zeit. Wenn es in den 60´ern und 70´er Jahren nicht die Piratensender und die fröhlichen Wellen von Radio Luxemburg gegeben hätten, könnte man sagen, dass es eine langweilige Zeit war.

Zum Glück bin ich ein Mensch, der in den 80´er Jahren seine ersten Hörfunkerfahrungen gesammelt hat. Und es gab 2 Sender die mich auf meinem Lebensweg begleitet haben. Am 1. Dezember 1986 startete Radio Bremen seine vierte Hörfunkwelle und am 31.12.1986 begann die Funk und Fernsehen Nordwestdeuschland GmbH und Co KG mit der Ausstrahlung des ersten Privatradios in Niedersachsen. Zu diesem Zeitpunkt war ich 8 Jahre alt. Ich muss leider sagen, dass ich damals die beiden Sendestarts nicht live mitbekommen habe, aber ich habe beide Sender auch in Ihren Anfangstagen ab und zu mal gehört. Und ich habe die Entwicklung der beiden Radiosender mit verfolgt.

Da beide Sender im Dezember 25 Jahre alt werden, finde ich es ist an der Zeit eine kleine Serie zu starten.

25 Jahre in (meinen) Ohren.

Meine Erfahrungen mit dem Medium Radio

In den nächsten Tagen werden ich unregelmäßig meine Gedanken aufzuschreiben. Und ich hoffe meine Leser finden meine Worte genau so spannend, wie für mich das Medium Radio ist.

 

 

Arschkrampen – War mir schlecht – Nienburg – Theater auf dem Hornwerk – 19./20. November 2010

Wer in den 90’er Jahren Radio ffn oder auch Fritz gehört hat, dem werden die Arschkrampen ein Begriff sein. Schließlich sind die Arschkrampen die Serie des Frühstyxradio, bei der der Urogenital-Humor am stärksten ausgeprägt war. Von „Würmern an der Autobaterie“, über „weggeflexte Brägen“ bis hin zum „Göbeln“. Die Arschkrampen erfanden viele Begriffe, die sich im Laufe der Jahre bei vielen Hörern in den Sprachgebrauch festgesetzt haben.

Vor 10 Jahren wurde in Berlin das 10jährige Jubiläum gefeiert und dort versprachen die Arschkrampen, dass man sich in 10 Jahren wiedersehen wird.

Und dieses Versprechen wird nun eingehalten, denn Dietmar Wischmeyer und Oliver Kalkofe sind jetzt wieder auf Tour. Und das zum ersten Mal mit einer reinen Arschkrampen-Tour. Denn bisher waren die Krampen entweder ein Teil eines Frühstyxradio-Programmes oder es gab einzelne Veranstaltungen, wie das 10jährige Jubiläum in Berlin.

„War mir schlecht – Warten auf Gertrud“ so der Titel des Programmes, das am 19. November im  Theater auf den Hornwerk in Nienburg seine Premiere feierte.

Im Vorfeld gab es in Fankreisen viele Diskussionen über diese Tour. Erst wurde spekuliert ob die beiden Ihr Versprechen, das sie vor 10 Jahren gegeben haben überhaupt einlösen und wenn sie es tun, wie dieses Wiedersehen aussehen wird. Wird es eine einmalige Show, wie vor 10 Jahren? Wird es eine Lesung, wie zum 20jährigen des Frühstyxradio?

Doch dann wurde doch eine Tour angekündigt, aber auch hier waren die Fans eher skeptisch, besonders als ein paar Tage vor der Tour im Kalkofe-Newsletter erwähnt wurde, das es sich „nur“ um eine Lesung handeln wird.

Vielleicht bin ich eben wegen dieser Spekulationen ohne große Erwartungen nach Nienburg gefahren. Und diese sehr geringen Erwartungen wurden um Längen übertroffen.

Schon als der Vorhang fiel und Kalkofe die Bühne betrat gab es die erste Überraschung, denn es sang dort nicht Kalkofe, sonden Gürgen Ferkulat, der sich nach 20 Jahren endlich mal einen neuen Pullover angezogen hat. Es ist also doch keine reine Lesung sondern eben doch ein Programm mit Kostüm und Bühnenbild. Und auch Dietmar Wischmeyer betrat als Kurt Krampmeyer die Bühne. 

Das ganze entwickelte sich zu einem zauberhaften Abend, an dem zwar die Texte im Vordergrund standen, aber auf der Bühne ebenfalls gespielt wurde. Das Kalkofe sich bereits nach einigen Minuten verletzte merkten die Zuschauer nicht.

Was war geschehen? Im ersten Text stellt Kurt eine Autobaterie auf den Tresen, der als ungeschickt geltende Kalkofe schaffte es nicht die Griffel seines Protagonisten Gürgen Ferkulat rechtzeitig vom Tresen zu nehmen. Doch er biss die Zähne zusammen und spielte seine Rolle trotz Schmerzen und Blut weiter.

Um anderen Fans die Vorfreude nicht zu nehmen verzichte ich an dieser Stelle auf die Aufzählung der Texte. Es soll aber erwähnt sein, das viele Figuren des Krampenuniversums Erwähnung finden. Man denkt und erinnert sich zum Jubiläum an Brettermeier, Eilert und auch Tomatenkopp.

Wie schon erwähnt stehen die Texte im Vordergrund, aber dadurch fehlen zumindest in meinen Augen die Zwischenzeitlichen Wutausbrüche von Kurt. Es scheint als ob auch die Krampen älter geworden sind. Früher waren sie halt doch lauter und anarchistischer. 

Aber das ist auch das einzige Mangel. Ansonsten gefällt mir das Programm sehr gut. Besonders erwähnt sei an dieser Stelle das Finale. Denn wenn sich die Befürchtung bewahrheitet, dass diese Tour das Ende der Arschkrampen sein wird, dann hat man ein würdiges Ende gefunden.

Am Premierentag merkte man den Künstlern noch eine Grundnervosität an, doch bereits am zweiten Tag hatten sich die beiden sehr gut eingespielt. 

Leider haben sich wohl einige Zuschauer von den Namen Kalkofe und Wischmeyer blenden lassen, denn an beiden Tagen verließen viele Zuschauer das Theater schon vor dem Ende. Die Arschkrampen haben halt doch einen eigenen Humor. Aber die wirklichen Fans wurden an diesem Abend sicher nicht enttäuscht. 

Und Fannähe zeigten die beiden nach der Veranstaltung auch und standen den Fans für Autogrammwünschen und Fotos zur Verfügung.

Matti und die Krampen

Wenn man ein Fazit ziehen möchte, dann dieses: Sie sind wieder da, vielleicht nicht so laut wie damals, aber immernoch anders als andere. Aggi Aggi

Wochenrückblick 43/10

Westernhagen, J.B.O. und die Arschkrampen. Das waren die positiven Erlebnisse dieser Woche. Aber es gab auch schlechte, denn meine Firma hat sich entschieden mich nach der Probezeit nicht mehr zu beschäftigen.

Die Konzertberichte folgen in den nächsten Tage. Zur Kündigung werde ich aber auch nichts weiter sagen, ich bin aber optimistisch, das ich nicht lange arbeitslos sein werde.

Das Werder im DFB Pokal unglücklich ausgeschieden ist und auch gestern sehr blöd gegen Nürnberg verloren hat hat die Woche aber nicht unbedingt besser gemacht.

Naja nun beginnt also mal wieder das bewerben. 

VfB meets ffn

Ich muss ja noch nachreichen, was ich an Ostern gemacht habe. Ostersonntag stand der übliche Besuch bei meinen Eltern an. Aber am Ostermontag ging es dann auf große Tour, denn mein Bruder hatte mich eingeladen zum Auswärtsspiel des VfB Oldenburg gegen den VfV Hildesheim. Der VfB hat gewonnen und die Konkurenz gleichzeitig gepazt.

Auf dem Rückweg haben Jens und ich überlegt ob wir noch schnell einen Abstecher zum Funkhaus von ffn machen sollten. Und wir haben es getan. Dort gab es das Finale der ffn-Osterhitparade „Das Gelbe vom Ei“.

Und so haben wir etwas Werbung für die „Besten im Nordwesten“ mitten in Hannover gemacht. Dem“ffn Haus- und Hoffotografen hat es wohl gefallen.

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Hier noch ein kleiner Hinweis: Der VfB Oldenburg veranstaltet zum nächsten Heimspiel am Sonntag einen Familientag. Stehplätze kosten nur 3,- €. Also man sieht sich am Marschweg.